Wenn man vor dem Eingang zu den Obergeschossen des Klosterturms steht und dann links am Emporenvorbau um die Ecke geht, kann man sehen, dass sich dort die kleinen Bögen, die sich als sogenannter Bogenfries über dem Eingang befinden, auch dort an der Seite fortsetzen. Einer dieser kleinen Bögen zeigt eine Besonderheit, die ihn von allen anderen Bögen unterscheidet: er ist an den Bogenenden mit kleinen Kringeln versehen. Warum die Steinmetze im 12. Jahrhundert diesen Bogen zusätzlich verziert haben, ist nicht zu erkennen. Darüber nachzudenken ist jedoch eine spannende Angelegenheit und bringt uns die Baugeschichte des Klosterturms näher.
Gesellschaft der Freunde der Klosterruine Sankt Wigbert Göllingen e. V.
Der Turm
Der Göllinger Klosterturm ist ein herausragendes Beispiel mittelalterlicher Baukunst. So erhalten, wie er vor 850 Jahren gebaut wurde, zeigt er uns ein realistisches Bild von der Zeit Kaiser Barbarossas und der Thüringer Landgrafen. Hier wollen wir nach und nach von den Besonderheiten und Geheimnisse des Turms sowie vom geschichtlichen Hintergrund des Turmbaus zu Göllingen erzählen.
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Um mittelalterliche Bauwerke verstehen zu können, sind oft die kleinen Details wichtig. Wenn wir auf diese Details achten, können wir lernen Zusammenhänge zu sehen, die uns sonst verborgen blieben.
Ein Beispiel hierfür sind die Zacken auf diesem Kapitell in der Krypta des Göllinger Klosterturms.