Rafaela Linn ist Fotografin und Reisebloggerin. Sie hat bei ihrem Besuch in Kloster Göllingen im Februar 2024 die Krypta des Klosterturms perfekt fotografisch erfasst. In ihrem Bild kann man die baukünstlerische Gestaltung der Krypta mit Hell-Dunkel-Kontrasten, dem Spiel der Formen und des Lichts hervorragend erkennen.
Das Feld unter dem Bogen einer Türöffnung wird in der Architektur als Tympanon bezeichnet. Tympanon kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet eigentlich Trommel oder runde Scheibe. Ein Tympanon wurde im Mittelalter an bedeutenden Gebäuden, besonders Kirchen oft mit Figuren oder Ornamenten, gemalt oder als Relief geschmückt. Damit sollte der Eingang unter dem Bogen als Zugang zu einem besonderen Raum gekennzeichnet und herausgehoben werden.
Am Klosterturm in Göllingen haben beide Eingänge zur Krypta ein Tympanon. Leider sind diese aus wenig beständigem Buntsandstein gefertigt, sodass im Lauf der Jahrhunderte der Schmuck des Tympanons über dem linken Eingang völlig verschwunden und der über dem rechten Eingang nur noch schemenhaft erkennbar ist.












