Gesellschaft der Freunde der Klosterruine Sankt Wigbert Göllingen e. V.
Zum Jahreswechsel
Liebe Freunde von Kloster Göllingen,
das Jahr 2025 hat für Kloster Göllingen und unseren Verein große Veränderungen mit sich gebracht. Auf dem Klostergelände wurde ein neues Gebäude für die Besucherbetreuung erbaut und eine neue Dauerausstellung eröffnet. Das Klostergelände wurde aufgeräumt und neue Informationstafeln errichtet. Durch diese Maßnahmen der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten konnten Verbesserungen im Erscheinungsbild und bei der Information der Besucher von Kloster Göllingen erreicht werden.
Bedauerlich ist, dass sich durch die Veränderungen in der Organisation der Besucherbetreuung und durch kommunikative Probleme mit der Stiftung die Aktivitäten unseres Vereins schwieriger geworden sind. Bedauerlich aus unserer Sicht ist auch, dass durch den hohen Eintrittspreis und die neuen Bedingungen für Führungen die Hürden für Besucher höher geworden sind, sich näher mit der Geschichte von Kloster und Klosterturm zu beschäftigen. Auch der Multimediaguide in leichter Sprache ist da wenig hilfreich. Ebenfalls bedauerlich ist, das der Bau des neuen Empfangsgebäudes eine Niederlage für den Denkmalschutz bedeutet. Die Zerstörung und die Verunmöglichung der weiteren Erforschung von wichtigen Zeugen der Klostergeschichte im Boden unter dem Gebäude sowie die Gestaltung des Gebäudes im sensiblen Denkmalbereich sind aus unserer Sicht sehr unglücklich. Ebenfalls unglücklich sind inhaltliche Mängel der neuen Ausstellung, die so wie sie ist, wenig zu einem besseren Verständnis der Klostergeschichte und der architektonischen Bedeutung des Klosterturms beiträgt. Auch die Darstellung der ehrenamtlichen Denkmalpflege weist Lücken und Fehler auf. Die Teile der Ausstellung zur Konservenfabrik sind dagegen durchaus interessant und hilfreich zur Einordnung der verfallenden Gebäude der Konservenfabrik auf dem Klostergelände.
Trotz aller Schwierigkeiten konnten die Gesellschaft der Freunde der Klosterruine Sankt Wigbert Göllingen auch im Jahr 2025 Aktivitäten für und um Kloster durchführen. Im ersten Halbjahr haben die Vereinsmitglieder ehrenamtlich zahlreichen Besuchern Kloster Göllingen gezeigt und erklärt. Drei vom Verein organisierte Konzerte und der Gunthertag im Oktober waren die kulturellen Höhepunkte im Vereins- und Klosterleben des Jahres 2025. Im Hintergrund haben sich Vereinsmitglieder viel mit der Geschichte und Bedeutung von Kloster Göllingen auseinandergesetzt. Erkenntnisse daraus finden sich nach und nach auf unserer Internetseite und werden gerne im persönlichen Gespräch an Interessierte weitergegeben.
Schade ist, dass sich im Zuge der Auseinandersetzungen um die neue Ausstellung einige Vereinsmitglieder aus unserem Verein ausgetreten sind. Es sind aber auch neue Vereinsmitglieder hinzugekommen und der Verein hat viel Unterstützung und Zuspruch für seine Arbeit erfahren. Anerkennung für sein jahrzehntelanges Engagement hat unser Vereinsvorsitzender Günther Chmielus durch die Verleihung der Elisabeth-Medaille durch das Bistum Erfurt erfahren.
Mit Sorge betrachtet der Verein die fortschreitenden Schäden an der Bausubstanz des Klosterturms. Die Information über die Notwendigkeit von Sanierungsarbeiten am Klosterturm und die Sammlung von Geldern dafür wird für die Zukunft ein wichtiges Ziel der Vereinsarbeit sein. Wir möchten auch 2026 Konzerte im Klosterturm veranstalten und uns mit dem heiligen Gunther zusammen für Kloster Göllingen als kulturellen und geistigen Ort einsetzen, an dem Begegnung und Offenheit möglich sind. Wer dabei mitmachen will, ist herzlich eingeladen.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die unseren Verein im Jahr 2025 mit persönlichen Einsatz oder Spenden unterstützt haben. Der Vorstand und die aktiven Vereinsmitglieder der Gesellschaft der Freunde der Klosterruine Sankt Wigbert Göllingen wünschen allen, die sich Kloster Göllingen verbunden fühlen, ein gutes neues Jahr!










